Ständerat verhindert Präventionsgesetz

Keine gesetzliche Verankerung der Unterstützung von Selbsthilfegruppen
Am 27. September 2012 lehnte der Ständerat das Präventionsgesetz ab. Selbsthilfe Schweiz bedauert diesen Entscheid. Mit der Ablehnung wurde eine Chance vertan, die Methode der Selbsthilfegruppen gesetzlich zu verankern.
„Die neue Gesetzgebung fördert die Unterstützung der Selbsthilfegruppen, welche die Einzelnen ermutigen, ihre Verantwortung wahrzunehmen - dies mit Personen, welche das Gleiche haben (Art. 14)“

Mit diesem kleinen Artikel wäre die Methode der Selbsthilfegruppen mit dem Präventionsgesetz in der Schweiz gesetzlich verankert worden. Selbsthilfe Schweiz bedauert, dass das geplante, ausführlich ausgearbeitete und angepasste Präventionsgesetz vom Ständerat nicht die nötige Anerkennung erhielt und am 27. September abgelehnt wurde.

Mit diesem Gesetz hätte die Prävention und Gesundheitsförderung eine gleichwertige Anerkennung wie die drei bestehenden Säulen der medizinischen Krankenversorgung (Behandlung, Rehabilitation und Pflege) erhalten. Somit wäre ein chancengleicher Zugang für alle zu qualitativ hochstehenden Einrichtungen und Beratungsangeboten gewährleistet (inklusiv Selbsthilfekontaktstellen und Selbsthilfe Schweiz) worden.

Wir sind daher gefordert, die Gemeinschaftliche Selbsthilfe weiterhin auf andere Wege zu fördern und zu stärken.

Medienmitteilung Allianz Gesunde Schweiz

Kurzargumentarium der Selbsthilfe Schweiz zum Präventionsgesetz