Zwölftes „European Expert Meeting on Self-Help Support“ in Florenz

Thema der Tagung: „Selbsthilfe und Institutionen: Projekte und Erfahrungen in verschiedenen Ländern“
Seit 1991 wird alle zwei Jahre eine mehrtägige europäische Tagung zur Vernetzung und Förderung der gemeinschaftlichen Selbsthilfe organisiert. Das Expertentreffen führt europäische Vertreter/innen unterschiedlicher Selbsthilfeorganisationen zusammen.
Dieses Jahr lud der Coordinamento Regionale dei Gruppi di Auto Aiuto der toskanischen Selbsthilfeunterstützung nach Florenz zum zwölften „European Expert Meeting“ ein. Vom 19. bis 22. Juni tauschte sich die Schweizer Delegation mit weiteren professionellen Repräsentanten der europäischen Selbsthilfebewegung aus Norwegen, Finnland, England, Holland, Belgien, Deutschland, Österreich, Italien (Südtirol), Griechenland und Israel aus.

Der Fokus der Debatten richtete sich in erster Linie auf die Projekte, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den verschiedenen Ländern. Unter einem gesamteuropäischen Blickwinkel betrachtet fällt auf, dass gerade in den krisengeschüttelten Ländern wie Griechenland und Italien die Selbsthilfebewegung erstarkt. Die teilnehmenden Expertinnen und Experten diskutierten darüber hinaus intensiv über Konzepte und gängige Begriffsdefinitionen („self help organization“, „peer support“ etc.). Zudem wurden wissenschaftliche Studien vorgestellt und besprochen, die die Effektivität der Selbsthilfe untermauern.