Gemeinsam für die Selbsthilfe

Arbeitsgruppe „Nationale Partnerschaften Gemeinschaftliche Selbsthilfe“ möchte helfen, Synergien besser zu nutzen
Zusammen mit weiteren wichtigen Organisationen mit Selbsthilfebezug treibt Selbsthilfe Schweiz das Projekt Partnerschaften voran. Ziel ist, sich gemeinsam für eine optimale Förderung der Selbsthilfe stark zu machen.
Die Selbsthilfebewegung ist in der Schweiz in zwei Hauptstrukturen organisiert. Einerseits leisten thematisch ausgerichtete Organisationen Hilfe zur Selbsthilfe. Sie stellen Informationen zur Verfügung, helfen beim Aufbau von Gruppen oder bieten ein Forum im Internet an. Andererseits gibt es mit Selbsthilfe Schweiz und den regionalen Selbsthilfezentren themenunabhängige Organisationen, bei denen die Methode der Selbsthilfe im Mittelpunkt ihres Tuns steht. Auch sie informieren Betroffene und Angehörige und helfen ihnen bei der Suche nach dem geeigneten Selbsthilfeangebot bzw. bei der Schaffung eines solchen.

Die neu gegründete Arbeitsgruppe „Projekt Partnerschaften“ hat sich nun zum Ziel gesetzt, diese beiden Hauptstrukturen stärker zu verflechten. Sie besteht aus Vertretenden von folgenden Organisationen: Selbsthilfe Schweiz, Lungenliga, Krebsliga, Rheumaliga, Pro Mente Sana, Schweiz. Vereinigung Osteogenesis imperfecta, Schweiz. Blinden- und Sehbehindertenverband, Infodrog, Selbsthilfecenter Zürich sowie Selbsthilfezentrum Luzern, Ob-und Nidwalden.

Startschuss für die Arbeitsgruppe war eine Online-Umfrage, in der die bestehenden Vorstellungen und Massnahmen, sowie Bedürfnisse und Trends in Bezug auf die gemeinschaftliche Selbsthilfe bei den verschiedenen Institutionen mit Bezug zur Selbsthilfe eruiert wurden.

Die Arbeitsgruppe hat aus den Ergebnissen der Umfrage Empfehlungen und Ziele herausgearbeitet. So soll auf die politische Verankerung der Förderung der Selbsthilfe hingewirkt werden. Ausserdem wird eine Verbesserung der Zusammenarbeit der regionalen Stellen der thematisch strukturierten Organisationen mit den örtlichen Selbsthilfezentren angestrebt. Darüber hinaus hat sich die Arbeitsgruppe zum Ziel gesetzt, die Verankerung und Umsetzung der Methode Selbsthilfe sowie die internetbasierte Selbsthilfe zu fördern. Noch im laufenden Jahr soll gemeinsam ein Konzept erarbeitet werden, wie diese Ziele umgesetzt werden können.