Die gemeinschaftliche Selbsthilfe in den Gesundheitsorganisationen stärken

Erstmals umfassende Strategie entwickelt
In vielen Gesundheitsorganisationen ist die gemeinschaftliche Selbsthilfe ein wichtiger Pfeiler ihres Angebots, doch oftmals fehlen klar definierte Strategien oder Leitbilder. Das möchte die von Selbsthilfe Schweiz initiierte Arbeitsgruppe „Nationale Partnerschaften Gemeinschaftliche Selbsthilfe“ ändern.
Die Gruppe, bestehend aus Vertretenden von Selbsthilfe Schweiz, Lungenliga Schweiz, Krebsliga Schweiz, Rheumaliga Schweiz, Pro Mente Sana, Schweiz. Koordinations- und Fachstelle Sucht Infodrog, selbsthilfecenter.ch Zürich sowie Selbsthilfe Luzern Obwalden Nidwalden, hat erstmals eine Strategie konzipiert, um gezielt die gemeinschaftliche Selbsthilfe in Organisationen mit Dienstleistungen und Aktivitäten im Selbsthilfebereich zu fördern.

Mittels einer Online-Umfrage, an der über 80 Selbsthilfeorganisationen aus der deutsch- sowie französischsprachigen Schweiz teilgenommen haben, identifizierten die Mitglieder der Arbeitsgruppe «Nationale Partnerschaften Gemeinschaftliche Selbsthilfe» zentrale Handlungsbereiche für die Akteure im Selbsthilfebereich. Die Ergebnisse weisen den Weg zur nun vorgestellten Strategie, wie die gemeinschaftliche Selbsthilfe in den thematisch fokussierten Organisationen im Gesundheitsbereich besser verankert werden kann.

Die Strategie formuliert einen Vier-Punkte-Plan:
1) Schaffen eines gemeinsamen Verständnisses von und eine gemeinsame Haltung zu Selbsthilfe.
2) Förderung der Vernetzung und des Austausches untereinander, um die möglichen Synergien besser zu nutzen..
3) Politische Verankerung der gemeinschaftlichen Selbsthilfe. Konkret soll sie bei der Umsetzung der Prioritäten von „Gesundheit 2020“ auf die Agenda gesetzt werden.
4) Stärkung der gemeinschaftlichen Selbsthilfe im Internet. Ziel ist, dass die bestehenden Angebote auf den Webseiten der beteiligten Organisationen zugänglich gemacht und untereinander verlinkt werden.

Hier finden Sie die komplette Strategie (PDF; 1,2MB)


Dieser Text erschien auch in den GELIKO News 5-2014