Projekt «Junge Selbsthilfe»

Eine Arbeitsgruppe von Selbsthilfe Schweiz und regionalen Selbsthilfezentren arbeitet daran, die gemeinschaftliche Selbsthilfe Menschen im Alter von 18-35 Jahren zugänglicher zu machen.

Ziel des Projektes

Jungen Menschen (18-35jährig) durch zielgruppenspezifische Kommunikation und eine angepasste Betreuung der Selbsthilfegruppen den Zugang zur Selbsthilfe zu ermöglichen, damit auch diese Bevölkerungsgruppe von der Wirkung profitieren kann.

Umsetzung des Projektes

Um dieses Ziel zu erreichen, erarbeitete die Arbeitsgruppe fünf Massnahmen. Die erarbeiteten Massnahmen wurden mit den Erfahrungen aus der Corona-Krise gespiegelt, ein besonderes Augenmerk wird deshalb auf die virtuelle Selbsthilfe gelegt, welche aktuell noch wenig fortgeschritten ist.

Damit wir dieses Projekt realisieren können, sind wir auf Drittmittel angewiesen. Helfen Sie mit. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Massnahme 1: Multiplikatoren besser nutzen

Angehende Fachpersonen im Bereich der sozialen Arbeit, der Pflege und der Medizin sind wichtige Akteure um Menschen – im Besonderen jungen Menschen – die Selbsthilfe näher zu bringen. Dazu ist eine flächendeckende Aus- oder Weiterbildung der Fachpersonen im Bereich Selbsthilfe notwendig.

Ziel der Massnahme:
- Die Fachpersonen kennen den Nutzen und die Grenzen der Wirkung der Selbsthilfe.
- Die Fachpersonen geben ihr Wissen zur Selbsthilfe im Berufsalltag den Betroffenen und Angehörigen weiter.

Massnahme 2: Bewerbungsmittel zielgruppengerecht gestalten

Die Kommunikation mit jungen Menschen unterscheidet sich von jener mit der älteren Bevölkerung. Die Bewerbung der Selbsthilfe (Flyer, etc.) muss deshalb zeitgemäss und zielgruppenspezifisch angepasst werden.

Ziel der Massnahme:
- Der Mehrwert der Selbsthilfe wird der Zielgruppe näher gebracht, damit die jüngeren Menschen ebenfalls von der Selbsthilfe profitieren können.
- Die teilweise noch sehr negativ konnotierte Selbsthilfe wird durch die neuen Kommunikationskanäle modernisiert. Damit wirkt die Teilnahme für jüngere Menschen an Selbsthilfegruppentreffen attraktiver.

Massnahme 3: Rechtliche Abklärungen für Minderjährige

Obwohl sich die Zielgruppe an über 18-Jährige richtet, sollen Minderjährige per se nicht ausgeschlossen werden. Deshalb sollen vorher bereits die nötigen rechtlichen Abklärungen getroffen werden. Dies im Besonderen um Haftungsfragen und Verantwortlichkeiten zu klären.

Ziel der Massnahme:
- Durch klare rechtliche Grundlagen werden junge Menschen adäquat beraten und können das entsprechende Angebot nutzen.

Massnahme 4: Digitalen Zugang ermöglichen

Wie bereits bei Massnahme 2 erwähnt, sollen die jungen Menschen von der Selbsthilfe angesprochen werden. Dafür ist auch ein digitaler Zugang notwendig.
Es soll dafür jedoch kein neues Tool erschaffen werden, sondern auf bestehende, erfolgreiche Tools zurückgegriffen werden. Während der Corona-Krise konnte Selbsthilfe Schweiz Erfahrungen sammeln und es zeigte sich, dass es sich lohnt auch virtuelle Selbsthilfegruppen vermehrt anzubieten.

Ziel der Massnahme:
- Der Mehrwert der Selbsthilfe wird der Zielgruppe näher gebracht, damit die jüngeren Menschen ebenfalls von der Selbsthilfe profitieren können.
- Die teilweise noch sehr negativ konnotierte Selbsthilfe wird durch die neuen Kommunikationskanäle modernisiert. Damit wirkt die Teilnahme für jüngere Menschen an Selbsthilfegruppentreffen attraktiver.

Massnahme 5: Umgang mit jungen Teilnehmenden

Junge Menschen haben spezielle Bedürfnisse. Dies wirkt sich auch auf die Gruppengründungen aus. Damit die Gruppengründungen und Betreuung zielgruppenspezifisch angeboten werden kann, soll hier ein fachliches Handbuch erarbeitet werden.

Ziel der Massnahme:
- Damit die jüngeren Menschen vollumfänglich von der Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe profitieren, werden die Abläufe und Beratungen auf diese Zielgruppe angepasst.