Von 2021 bis 2025 wurde der Roll-out des Modells "Selbsthilfefreundliches Spital" in der ganzen Schweiz im Rahmen des Programms "Prävention in der Gesundheitsversorgung" von Gesundheitsförderung Schweiz umgesetzt und von der Hochschule Luzern (HSLU) evaluiert. Die Evaluation bestätigt den Erfolg des Projekts sowie das grosse Potenzial von Selbsthilfegruppen für eine patient:innenzentrierte und nachhaltige Versorgung. (Download: Executive Summary des Evaluationsberichts).
Ein davon abgeleitetes Policy Brief von Gesundheitsförderung Schweiz enthält Empfehlungen zu zukünftigen Umsetzung selbsthilfefreundlicher Strukturen für die Akteur:innen im Gesundheitswesen.
Das Modell «Selbsthilfefreundlichkeit in Spitälern und Gesundheitsinstitutionen» ist als Qualitätsverbesserungsmassnahme (QVM) vom Spitalverband H+ anerkannt.
An einer Fachveranstaltung von Hochschule Luzern und Selbsthilfe Schweiz vom 27. August 2025 wurden nicht nur diese Evaluationsergebnisse präsentiert (Prof. Suzanne Lischer, Manuela Eder, Elina Lehmann) , sondern auch acht Best Practice Beispiele von lokalen Kooperationsteams vorgestellt. Jürgen Matzat (Uni Giessen) zeigte in einem Referat die Geschichte der Selbsthilfebewegung auf und ordnete ihre aktuelle Bedeutung aus internationaler Perspektive ein. In einer Schlussrunde diskutierte ein hochkarätig besetztes Podium (im Bild: Moderation: Prof. Oliver Kessler, Gäste: Jürgen Matzat; Patrizia Kasman, Universitäts-Kinderspital beider Basel; Michael Jordi, Präsident Eidg. Qualitätskommission; Birgitta Rhomberg, SWICA; Jvo Schneider, Gesundheitsförderung Schweiz; Filomena Russo, Selbsthilfe-Erfahrene) die zukünftige Bedeutung der Selbsthilfe für das Schweizer Gesundheitswesen.